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Studie untersucht mobiles Arbeiten

26 Prozent aller Betriebe bieten zumindest einem Teil ihrer Beschäftigten die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, also von zu Hause aus oder von unterwegs. Zwölf Prozent der Beschäftigten nutzen dies offenbar.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und das ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung untersuchten das Angebot von Betrieben, von zu Hause zu arbeiten, und inwieweit dies genutzt wird. Danach arbeiteten im Jahr 2017 22 Prozent der Beschäftigten in Betrieben der Privatwirtschaft mit mindestens 50 Beschäftigten wenigstens gelegentlich mobil. Das bedeute einen Anstieg von drei Prozentpunkten innerhalb von vier Jahren.

Zweischneidiges Schwert

Die erhöhte Flexibilität zeige sich allerdings als zweischneidiges Schwert, so die Autoren der Studie: Während die Hälfte der Beschäftigten, die von zu Hause aus arbeiten, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Vorteil sehe, würden beinahe ebenso viele von Problemen bei der Trennung von Beruf und Privatleben berichten.

Beschäftigte nutzen das Angebot eher stunden- als tageweise

63 Prozent der Beschäftigten, die Homeoffice nutzen, sind nur stundenweise von zu Hause aus tätig. 22 Prozent gaben an, ausschließlich ganztägig von zu Hause aus zu arbeiten, während 16 Prozent eine Mischung aus beidem ausüben.

Zwei Drittel lehnen ab

Nach eigenen Angaben hat jeder neunte Beschäftigte aus privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten trotz geeigneter Tätigkeit einen unerfüllten Homeoffice-Wunsch. Etwa zwei Drittel der Beschäftigten, die nicht von zu Hause aus arbeiten, lehnen diese Möglichkeit grundsätzlich ab. Die wichtigsten Gründe hierfür sind die fehlende Eignung der Tätigkeit, der Wunsch des Vorgesetzten nach Anwesenheit des Beschäftigten und der Wunsch des Beschäftigten nach einer Trennung von Beruf und Privatem.

Die IAB-Studie ist online abrufbar.

(IAB / STB Web)

Artikel vom 18.06.2019

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